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Am vergangenen Samstag, 09. April durfte ich das erste Nachhaltigkeits BarCamp in Karlsruhe, besuchen. Mit über 350 Anmeldungen wurden die Erwartungen deutlich übertroffen. Trotz einiger, die es doch nicht geschafft haben, war das Camp insgesamt sehr sehr gut besucht.

Nach einem lockeren Frühstück und ersten Networking-Gesprächen ging es dann mit dem Programm des BarCamps los. Direkt zu Beginn durften wie bei jedem BarCamp interessierte Teilnehmer für "Ihre" Themen / Vorträge / Diskussionen pitchen, um dann in einer nachgelagerten Abstimmungsrunde die Themen zu finden, welche in einen der 25 Zeitslots aufgenommen und damit diskutiert werden.

So many sessions

Aufgrund einer überragend hohen Anzahl an Themen wurde auch spontan noch ein weiterer Raum von der Karlshochschule organisiert, so dass es im Endeffekt sogar 30 verschiedene Talks waren, zwischen denen man in 5 Sessions über den Tag verteilt wählen konnte. Trotz alledem sind immer noch einige Themen nicht aufgenommen worden, was definitiv einen Bedarf an einem weiteren Nachhaltigkeits BarCamp in der Zukunft zeigt.

Bei so vielen Themen fällt es natürlich schwer, sich für einzelne Sessions zu entscheiden. Meine Wahl für den Start fiel aufgrund des spannenden Titels "Unternehmensdemokratie - Eine Strategie sozial nachhaltiger Unternehmensführung?" auf die Diskussionsrunde von Dr. Andreas Zeuch. Ich fand das Thema vor allem deswegen so spannend, da wir bei synyx ja seit langem versuchen ein Unternehmen mit zumindest ansatzweise basisdemokratischen Prinzipien zu führen und mich interessierte vor allem, was für Impulse hierzu von den anderen Teilnehmern kommen. Es war dann auch bei den 30+ Teilnehmern schnell eine hitzige Diskussion am laufen, und man hätte locker noch einige Stunden weiter machen können. Ich habe auf jeden Fall viele Spannende Eindrücke und Erfahrungsberichte für mich aus dieser Diskussion mitgenommen und für mich war die erste Session auch gleich das Highlight des Tages.

Im zweiten Slot widmete ich mich unter der Führung von Frank Widmayer dem ebenso hochspannenden Thema "Organisationelle Energie", welche sich mit einem wissenschaftlichen Ansatz zu persönlichen Energie-Leveln im Beruf und dem notwendigen "Wiederaufladen" durch Freizeitaktivitäten bzw. durch Schlaf widmete. Es entstand schnell eine rege Diskussion mit den Teilnehmern über die Möglichkeiten, die persönlichen Energielevel von Kollegen und Mitarbeitern zu erkennen und mit welchen Maßnahmen eine zu starke "Entladung" vorgebeugt werden kann, bevor diese letztendlich im Burnout endet. Spannendes Thema, sehr interessant vorgetragen und auch hier wieder viel gelernt, und viele Impulse für die tägliche Arbeit mitgenommen.

Den dritten Slot habe ich dann mangels für mich wirklich spannenden Themen im Playspace der Karlshochschule beim wirklich leckeren veganen Mittagessen aus 100% biologisch abbaubaren Schälchen und mit Holzbesteck dem Networking gewidmet und einige interessante Gespräche geführt unter anderem mit Ama von Wear Nepra über die in Karlsruhe geborene Idee von nachhaltiger Sportbekleidung, die in Finnland dann wirklich Realität wurde.

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Der vierte und für mich leider letzte Slot gestaltete nachhaltigen Raum mit Susanne Theisen. Hierbei ging es um die Herausforderungen, Raum nachhaltig und vor allem für die darin befindlichen Personen angenehm zu benutzen. Spannendes Thema mit hochinteressanten Ausflügen in Farblehre und Feng Shui sowie ein psychologischer Exkurs in die Grundbedürfnisse von Menschen. Auch hier konnte ich sehr interessante Diskussionen und Anregungen mit nach Hause nehmen.

Den fünften Slot musste ich leider aufgrund eines privaten Termins für mich ausfallen lassen, schaffte es aber zum Glück rechtzeit zur superspannenden Podiumsdiskussion zum Themenbereich Nachhaltigkeit mit einem überzeugenden Moderator Patrick Breitenbach. Mit diskutiert haben der Lebensmittelretter und Konsumverweigerer Raphael Fellmer, Dr. Katarzyna Schubert-Panecka deren Vortrag zum Thema "Ökologie des Menschen" ich leider nicht besuchen konnte, mit der ich aber nach der Podiumsdiskussion noch ein längeres und sehr informatives Gespräch führen durfte, der Kopf des Premium Cola Kollektivs Uwe Lübbermann, der Professor für "International Sustainability Management" an der Karlshochschule Dr. André Reichel, sowie die bei Bosch in Karlsruhe für "Change Management & People Development" zuständige Isabell Mohr.

Logo des Nachhaltigkeits BarCamp 2016

Am Schluss gab es dann noch ein lockeres Zusammensein mit Networking, bei welchem sich noch lange und spannenden Gespräche ergaben und sich das Gefühl dann verfestigte, dass hier in Karlsruhe wirklich sehr viel Interesse an Nachhaltigkeit besteht, aber auch schon wahnsinnig viele Projekte laufen und auch schon zum Teil sehr erfolgreich sind. Ein herzliches Dankeschön am Schluss daher an Elena Lenz von der Initiative Fairantwortung für die Organisation dieses rundum gelungenen BarCamps und ich freue mich schon auf's nächste Jahr. (Und synyx ist selbstverständlich dann auch wieder als Sponsor dabei!)



2 Responses to Ein inspirierender Tag beim Nachhaltigkeits BarCamp


  1. Danke, Thomas, für die Blumen zu meiner Session. Für alle, die den Kommentarbereich hier auch lesen: Nicht nur ich, sondern die meisten TeilnehmerInnen konnten vermutlich umgekehrt auch von den inspirierenden Beiträgen von Thomas in meiner Session profitieren. Dafür und für die gute Zusammenfassung meinen Dank.

    HG
    Andreas



  2. Danke Thomas für das Interesse und die Teilnahme an meiner spontanen Session. Danke für das Feedback! Für mich war es mein erstes Barcamp und ich habe viel Inspiration aus den Sessions und den Gesprächen mitgenommen und bin sicher nächstes Jahr wieder dabei!


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