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Dieses Jahr hatte ich endlich einmal die Gelegenheit einen Tag auf der Javaland, einer recht neuen Konferenz im deutschsprachigen Raum, zu verbringen. Spannend ist hier vor allem die Location, das Phantasialand in Brühl. Ich war sehr gespannt, ob die Location praktikabel ist oder nicht… Natürlich ist das Socializing bei solchen Konferenzen auch ein wichtiger Aspekt 🙂 Auch dies versprach auf der Javaland, durch die iJUG mitorganisiert, sehr spannend zu werden. Zu guter Letzt war es auch so, dass meine halbe Twitter Timeline schon seit Tagen viel @javalandconf im Angebot hatte 🙂

Und so begab es sich, dass ich mich wieder einmal zu unmenschlichen Zeiten morgens am Karlsruher Bahnhof mit ein paar Kollegen auf den Weg nach Brühl bei Köln aufmachte.

Mein erster Talk an diesem Tag war Michael Hunger, der über die Neo4j sprach. Eigentlich ist das für mich nichts Neues, wir arbeiten selbst schon einige Zeit mit Neo4j, jedoch erhoffte ich mir Neuigkeiten aus der Entwicklung und ich wurde nicht enttäuscht. Nicht nur, das NeoTechnologies weiter an Cypher (der Neo4J Abfrage Sprache) feilt, sie versprechen mittlerweile auch, dass Cypher schneller als die Java-API ist. Auch an der allgemeinen Performance der Neo4J wurde gefeilt und Michael versprach mit dem nächsten Release eine Geschwindigkeitssteigerung um den Faktor 5. Meiner Meinung nach sind das super Aussichten und es beweist, dass man derzeit mit der Entscheidung für den Einsatz einer Neo4J sehr gut aufgestellt ist.

Der zweite Talk den ich hörte war von Florian Hopf, einem Ex-synyxer, und somit war ich sehr gespannt, was er Neues zu ElasticSearch zu berichten hatte. Letztlich verstand er es hervorragend, verschiedene Anwendungsfälle aufzuzeigen und somit die Augen für ganz andere Einsatzszenarien von ElasticSearch zu öffnen. Spannend auch der Vergleich zwischen dem ELK (ElasticSearch, Logstash, Kibana) Stack und Graylog als monolithischere Alternative. Fazit: spannender, informativer und abwechslungsreicher Talk, obwohl Flo krank angereisst ist!

Danach habe ich mir den Devoxx4Kids Ableger der JavaLand einmal genauer angeschaut und meine Kollegen von synyx besucht, welche den Event mit veranstaltet haben.

14 Mädchen und Jungen der dritten und vierten Klasse der Max & Moritz Grundschule in St. Augustin hatten das erste Mal die Gelegenheit, an drei unterschiedlichen Workshops (Quadcopter, Tinkerforge und Scratch) teilzunehmen. Sie erlernten spielerisch den Umgang mit dem Raspberry Pi, einen Mini-Computer, und konnten erste Einblicke in die unterschiedlichen Möglichkeiten der Programmierung erhalten. Die Kids hatten sehr viel Spaß, wenn auch das Geräusch der Achterbahnen ab und zu die Aufmerksamkeit auf sich zog. Die Devoxx4Kids Deutschland und Tinkerforge freuen sich schon auf ein weiteres Event im nächsten Jahr.

Nach dem Mittagessen ging es dann mit „Pipelines Zeichnen ist nicht schwer, Pipelines bauen dagegen sehr“ weiter, welches mir leider zu Feature lastig war. Sicherlich wusste der Speaker sehr genau, was er da vortrug, aber letztlich kann ich mir eine Vergleichsmatrix zwischen verschiedenen Systemen zur Softwaredelivery selbst im Internet anschauen, ich habe mir mehr Real World Problems versprochen und habe somit die restliche Zeit mit Networking verbracht 🙂 Für Kollegen, denen die Continous Gedanken neu sind, war es sicherlich ein sinnvoller Vortrag.

Als nächsten und für mich dann auch letzten kompletten Vortag stand Distributed Log Aggregation und Metrics auf dem Programm. Hier war ich natürlich besonders gespannt, da ich selbst vor einigen Monaten ein paar Artikel rund um diese Themen im JavaMagazin veröffentlicht hatte.

Der Vortrag wurde von Tammo van Heesen, ein damaliger Mitschreiber zu diesem Themengebiet im JavaMagazin, zusammen mit Alex Heusingfeld, welcher auch beinahe mal synyxer geworden wäre, gehalten.

Kurz und knapp gesagt war es ein spannender, informativer und unterhaltsamer und sehr guter Vortrag, der meine damaligen Aussagen zum Großteil bestätigt.

Zu guter letzt wollte ich mir eigentlich noch ein Round-Up zu JSR371 MVC in JavaEE8 abholen. Allerdings gab ich das nach kurzer Zeit, aufgrund der für mich nicht schlüssigen Gründe FÜR den JSR, auf. Ich denke hier sollten die führenden Kollegen noch ein paar mehr Runden drehen, ansonsten wird sich das an der Community vorbei entwickeln.

Das Networking kam auf der Javaland leider etwas zu kurz, da die Wege zwischen den Sessions recht weit sein können, insbesondere wenn man sich auch die Devoxx4Kids mit anschauen wollte, was natürlich aus synyx Sicht besonders spannend war 🙂 Leider waren aber eben genau die Devoxx4Kids Sessions komplett außerhalb des Phantasialands in einem Hotel untergebracht, sodass zum einen die Wege enorm weit waren und zum anderen leider die Sichtbarkeit für meinen Geschmack VIEL zu gering ausgefallen ist. Ich hoffe dass dies beim nächsten Mal besser wird.

Um das Bild vollends abzurunden: das Catering war durchaus gelungen, auch wenn hier die Vegetarier/Vegane Freunde ein schweres Los durch lange Wartezeiten hatten. Sogar an die Sojamilch an allen Kaffeeständen wurde gedacht und das ist großartig! Hier können sich andere Konferenzen durchaus eine Scheibe abschneiden.

 

Somit würde ich sagen, bis 2016 im Javaland!



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