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Dienstag

15:32 Rebecca gibt mir die Unterlagen, Tickets und Infos zur BedCon. Perfekt organisiert - sie hat sich bereits um alles gekümmert.

Mittwoch - Anreise

16:32 Flo, Aljona und ich brechen mit Sack und Pack und einer Ikea-Tasche mit Bier in Richtung Hbf auf. Unterwegs stößt Markus dazu.

17:00 Wir sind im Zug und es geht los. Wir öffnen ein Bier - eine Stunde vor der offiziellen synyx Bier-Time.

17:50 Mittlerweile sind wir in Mannheim umgestiegen in den ICE Sprinter der nur noch in Frankfurt hält und dann bis Berlin durchfährt. Die Zugbegleiterin weist bereits zum dritten mal auf diesen Umstand hin. Markus hat uns ein unreserviertes Abteil gefunden, und wir machen es uns gemütlich. Kurz darauf halten wir doch nochmal um verpeilte Fahrgäste rauszulassen die nicht nach Berlin wollen. Es folgen viele Gespräche - Gradle, synyx, Projekte, Konferenzen, Privates. Markus recherchiert gefühlt 70% der Zeit die Verbindung vom Bahnhof zum Hotel per Google Maps, DB App und verschiedenen anderen Hilfsmitteln.

21:07 Unser Reiseproviant ist leer, wir siedeln um ins Bordbistro.

22:10 Markus' intensive Recherche zahlt sich aus, denn er navigiert uns astrein zum Hotel. Das Zimmer bzw. das Hotel allgemein ist super.

22:30 Wir sind schon wieder raus. Auf der Suche nach Nahrung gehen wir zu einem Italiener um die Ecke. Top Location. Gemütlich und sehr gutes Essen.

1:14 Uhr die Italiener wollen Feierabend machen, kehren uns quasi raus. Markus verlangt noch ein letztes Glas Wein, wir bekommen noch einen guten Grappa und verschwinden dann ins Bett.

Donnerstag - Erster Konferenztag

6:45 Mein Wecker klingelt, ich bin müde. Ich quäle mich unter die Dusche, mache mich fertig und bin um 7:30 unten beim Frühstück. Anschließend brechen wir auf.

8:40 Wir kommen nach einer kurzen Suche im Informatikerbau der Freien Universität Berlin an und holen unsere Badges ab.

9:00 Ich sitze mit Aljona im ersten Talk: "Wie wird mein Code testbar?". Ein guter Talk, für unsere Arbeitsweise nichts neues, jedoch eine Bestätigung.

9:45 Der Talk ist zu Ende, es gibt recht spannende Fragen und Diskussionen zum Thema Testen, TDD und Methodik.

10:15 Wir hören Philosophie. Kann Software schön sein? Interessante Aspekte, es geht um Kant, Schönheit im Bezug auf Software. Der Speaker ist extrem gut und das Thema ist ansprechend. Ich bin jetzt schon von der BedCon begeistert.

11:24 Modularisierung wagen - Recht witzig gemachte Two Man Show über die Modularisierung von monolitischen Builds, quasi ein Erfahrungsbericht.

11:40 Die Erfahrungen der Jungs decken sich mehr und mehr mit denen die ich bei unseren Builds bei synyx auch gemacht habe. Es gibt dennoch immer wieder neue Ideen und Anregungen die ich mir merke. Ich nehme mir vor, endlich das Maven Enforcer Plugin einzusetzen.

13:24 Was tut ein guter Softwarearchitekt? Eberhard erklärt mir mein Aufgabengebiet. Seine Vorstellungen und Meinungen sind interessant und decken sich großteils mit meinen Vorstellungen und Tätigkeiten.

13:42 Ich werde an SonarGraph erinnert und daran, dass ich ein Tool zur Architekturanalyse / Architekturforcierung probieren will. Man merkt dass im Projektgeschäft doch leider oft die Zeit fehlt neues wirklich auszuprobieren und umzusetzen.

14:05 Ich fühle mich alt weil der Speaker gerade das Lemmings (Computerspiel) erklärt. Es ist offentsichtlich nicht mehr selbstverständlich das zu kennen.

14:37 Continuous Delivery in der Praxis - Ein Erfahrungsbericht mit vielen interessanten Punkten. Spannendster Aspekt für mich ist mit CD direkt bei Projektbeginn anzufangen und es mit dem Projekt iterativ wachsen zu lassen (aus einem Shellskript-Commithook mit scp wird irgendwann eine Build-Pipeline).

15:37 Auf dem Gang verwickle ich mich in Gespräche über die Arbeitsweise in anderen Firmen und freue mich, bei synyx zu arbeiten.

16:00 Matt in drei Iterationen - Ein unterhaltsamer Talk über die iterative Entwicklung einer Schach-Engine. Ich lerne viel über Schach und ein kleines bisschen was über Architektur.

16:34 Mir fällt auf dass die Schach-Engine wohl das beste Beispiel für Code / Entwicklung etc ist, das ich bislang gesehen habe, weil es das perfekte Maß an Komplexität hat.

17:10 Letzter Talk für heute: Design Thinking. Mein Kopf ist langsam voll. Wenig Bezug zur Software aber dennoch interessant. Es geht darum, wie man interdisziplinär wirklich neue Ideen entwickleln kann.

18:12 Wahnsinn. Erst in der Nachspielzeit des Talks fällt bei mir der Groschen: Strukturen aufbrechen, kreativer werden, eine neue (firmen)Kultur kreieren. Darum geht es hier. Ich glaube der Bezug zu meinem Job ist doch gar nicht so gering.

19:00 Treffen in der Lobby des Hotels zum Abmarsch nach Kreuzberg zur Nahrnugsaufnahme.

20:12 Wir landen in einem Laden namens "Knofi". Es gibt leckeres orientalisches Essen. Alle sind begeistert, nur es war kaum Knoblauch drin.

21:32 Lars von Upstruct stößt zu uns, wir bestellen noch ein Bier und lassen uns etwas später von ihm in eine Kreuzberger Kneipe führen: Das Franken. Wir trinken Bier und Cuba Libre.

2:34 Wir kommen mit dem Taxi nach Hause und ich falle totmüde ins Bett.

Freitag - Zweiter Konferenztag

6:45 zzzZzzZz grmpf zzZzz argh grml. Aufstehen, duschen, Frühstück, packen. Hmpf.

7:55 Gefühlte 10 russische Schulklassen versperren die komplette Hotel-Lobby. Wir freuen uns, dass die nicht alle beim Frühstück waren und quetschen uns durch in Richtung BedCon.

9:01 Wir sitzen im ersten Talk - eine Einführung in Scala. Da ich mich bislang noch nicht mit der Sprache beschäftigt habe schaue ich es mir an. Ganz interessant, ich sehe aber derzeit keinen Bedarf für mich. Ich beschließe irgendwann mir den weiterführenden Talk direkt im Anschluß daher nicht anzuschauen. Außerdem versuche ich die Müdigkeit irgendwie zu bekämpfen.

10:12 Ich sitze in einem Talk über JBoss 7 (Blazing Fast). zzzZzzZz. Es interessiert mich nicht wirklich, ob der Applicationserver in 2.4 oder 1.8 Sekunden hochfährt. Der Speaker gibt einen ganz guten Überblick über die neuen Features. Ich stelle aber fest, dass mich Applicationserver einfach nicht so wahnsinnig interessieren.

10:40 Der Jboss-Talk ist extrem zu früh fertig und ich treffe Markus im Chillout Raum. Ich setze mich mit meinem Schwarztee auf einen Sitzsack und wir unterhalten uns.

11:20 Wir bekommen einen groben Überblick über Liquibase und andere Tools zur ordentlichen und kontrollierten Datenbank-Schemamigration. Leider wenig neues im Vergleich zu dem, was Jochen letztes Jahr bei Schule@Synyx über Liquibase erzählt hat. Es gibt aber spannende Diskussionen zwischendurch.

12:38 In der Mittagspause beschließen Markus und ich was warmes bei einem Restaurant um die Ecke zu essen. Auf die Frage ob Flo mitkommt antwortet er "Ich bleib hier". Markus versteht das wohl falsch und sagt nur "Natürlich trinken wir auch n Bier.". Ich verstehe nicht wie man schon wieder an Bier denken kann.

13:18 Der JPA-Vortrag ist dermaßen voll dass ich zum CoffeeScript-Talk gehe: Warum Kaffee gut für Entwickler ist.

13:23 Erstmal geht es 5 Minuten um Kaffee und dessen Zubereitung. Einige sind verwirrt, alle anderen sind begeistert von einem unglaublich unterhaltsamen weil humorvollen Talk der zudem inhaltlich gut ist.

13:34 Ich habe jetzt natürlich auf einmal Lust auf nen guten Espresso. Immerhin: Der Kaffee auf der BedCon ist verhältnismäßig gut. Ansonsten läuft eine kleine Diskussionsrunde über JavaScript und CoffeeScript. Die setzen wir nach dem Talk auf dem Gang noch etwas fort.

14:30 Schemaevolution in einer MongoDB. Ein Erfahrungsbericht aus dem selben Projekt wie am Donnerstag der Bericht über Continuous Delivery. Es gab spannende Erkenntnisse durch den guten Anwendungsfall für eine schemafreie Datenbank. Auch die Kombination mit CD ist schlüssig und sinnvoll.

15:31 Wir warten auf den letzten Talk: "Move fast and break Things". Ein Bericht aus der Arbeit bei Soundcloud inclusive interessanter Meinungen zur Kultur und Arbeitsweise von SW-Entwicklern. Man erkennt viele Parallelen zu unserer Entwicklungskultur und es gibt dennoch weitere neue Ideen.

16:36 Die Konferenz ist zu Ende, wir laufen diskutierend Richtung Hotel. Es geht um mögliche Verbesserungen einiger Details bei synyx. Ich freue mich, Erkenntnisse aus der Konferenz direkt anzudenken und einzusetzen. Alles in allem bin ich unendlich müde und auch sehr zufrieden. Die BedCon hat sich für mich definitiv gelohnt. Der beste Talk war eindeutig der Philosophie-Vortrag, gefolgt von CoffeeScript und Schach.

Eindrücke


About Marc Kannegiesser

Senior Java Developer / Architect


One Response to Konferenz-Logbuch BedCon 2012

  1. Jochen says:

    Leider wenig neues im Vergleich zu dem, was Jochen letztes Jahr bei Schule@Synyx über Liquibase erzählt hat.

    Die Präsentation und die Beispiele gibt es noch auf GitHub unter https://github.com/joschi/liquibase-presentation


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